Eigentlich sollte es jetzt verdammt heiß sein und die Sonne müsste scheinen. Stattdessen haben wir nur knapp 30°C, bewölkten grauen Himmel, täglich Regen, öfters Sturm und das schon seit mehreren Tagen.
Unser letzter Ausflug ins gelbe Gebirge war auch eher feucht als fröhlich. Von den Gipfeln sollte man eine schöne Sicht über den Wolken haben und es heißt, dass man den Sonnenaufgang dort nie vergisst. Wir befanden uns jedoch mitten in der Wolke, die Sichtweite betrug nur wenige Meter und die Sonne konnte man nicht einmal erahnen. Am spannendsten war es daher den dort lebenden Affen zuzuschauen, die sich um das Essen der Touristen stritten. Hin und wieder waren die Sturmböen so stark, dass sie für einen kurzen Moment die Wolken vertrieben und wir alle hektisch den Fotoapparat herausholten um die Sicht auf die entfernten Gipfel festzuhalten. Die Bergspitzen sehen tatsächlich so aus wie auf vielen chinesischen Bildern. Bloß dass es bei uns von in gelben Plasteponchos eingepackten Chinesen wimmelte und stark regnete.
Schuld an diesem andauernden Unwetter und auch an den vielen Überschwemmungen (s.u.) ist der Taifun Morakot, der sich gerade entlang der chinesischen Südküste bewegt und bereits auf den Philippinen und Taiwan wütete.
Ich kann es gar nicht mehr erwarten wieder die Sonne zu sehen. Ich will bald ans Meer und den Strand genießen. Wann wird es nur endlich wieder Sommer?
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