Quer durch China

Endlich war der langerwartete Besuch aus Deutschland da. Die Tour durch China konnte beginnen.
Als erstes musste ich natürlich Shanghai zeigen: Es ging hinauf aufs World Financial Center, in den Yu-Garten, auf den Stoffmarkt um Kleidung schneidern zu lassen und natürlich zu meiner Uni und meinem momentanen zu Hause.

Die nächste Station war Peking oder Beijing, wie man hier sagt. Durch Bestechung konnten wir die lange Warteschlange zum Moa-Zedong-Mausoleum umgehen. Streng durchorganiesert lief man durch das Mausoleum: Nicht stehen bleiben, keine Lücken zum Vordermann lassen und nur in Zweierreihen gehen. Nach wenigen Minuten war der Spaß dann schon vorbei.
Anschließend ging es mit einem Touristenführer durch die Verbotene Stadt. Einige Teile der Geschichte waren mir schon aus der Uni bekannt, sind aber immer wieder spannend. Der Sommerpalast, am See auf einem Hügel gelegen umgeben mit vielen Parkanlagen, gefiel mir jedoch deutlich besser.
Unser Ausflug zur Großen Mauer war nicht sonderlich geglückt. Die Fahrt mit dem Taxi ging erstaunlich schnell und wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Nach 120 km kamen wir bei Regen an. Auf der Mauer betrug die Sichtweite nur wenige Meter. Die atemberaubende Landschaft, wegen der wir extra weiter rausgefahren sind als nötig, konnte nur erahnt werden.

Unser nächstes Ziel war Suzhou, eine Stadt mit vielen traditionellen chinesischen Gärten. Von den Irrwegen im Löwengarten ließen wir uns nicht kleinkriegen und fanden schließlich nach einigem Suchen zum Ausgang zurück.
Außerdem ging es nach Tongli, eine Kanalstadt, die wenig von dem modernen China mitbekommen hat. Am Kanal wurde Wäsche gewaschen, Fische ausgenommen und Essen zubereitet. Die Häuser waren klein, alt und eher verkommen. Es ist erstaunlich, dass es Stromanschlüsse für die Farbfernseher gab. Die Mittagshitze machte uns ganz schön zu schaffen. Nicht einmal ein Windhauch half, es fühlte sich so an, als würde uns jemand einen überdimensionalen Föhn vors Gesicht halten. Temperaturen über vierzig Grad sind einfach nicht angenehm.

1 Kommentar:

  1. Ich hoffe, der Heimatbesuch hat dir gut getan und du konntest eine entspannte Zeit verleben. Deine Familie wird sicherlich einige aufregende Eindrücke mit nach Hause nehmen, ihr habt ja doch einiges erlebt. Aber ich kann mir schon vorstellen, das diese wahnsinnige Hitze einen ganz schön zu schaffen macht. Wie wird es da eigentlich im Winter sein? Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin viele aufregende und unvergessliche Momente in China. Ich freue mich aber auch, wenn du mal wieder hier bist. :-)

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