Auf Reisen - Xi'an und der Hua Shan

Nach meinem Besuch im Krankenhaus blieb mir nur wenig Zeit um mich zu erholen. Bereits am nächsten Tag ging es zur Uni um mit den Studenten das Wichtigste der Woche zu wiederholen und neue hilfreiche Dinge zu vermitteln. Im Anschluss fuhr ich gleich mit dem Taxi zum Flughafen nach Xi'an. Da dies die Heimatstadt meiner hiesigen Mitbewohnerin ist, wurde ich von einem Freund der Familie in Empfang genommen und zum Hostel gebracht, wo ich auf Freunde wartete, die einen späteren Flug genommen hatten.
Am Folgetag wurden die Altstadt und die Stadtmauer mit dem Fahrrad erkundet. Auf den ersten Blick mag das gefährlich erscheinen, denn es gibt im Straßeverkehr kaum Regeln an die sich gehalten wird. Rote Ampeln und Verkkehrsschilder werden ignoriert, auch der Standstreifen und Radweg wird zum überholen genutzt und wer schneller oder größer ist hat Vorrang. Wenn man sich jedoch erst einmal an den chaotischen, vorschriftsfreien Verkehr gewöhnt hat, stellt man fest, dass die Autofahrer äußerst aufmerksam und jederzeit bremsbereit sind.
Abends wurden wir sechs von der Familie meiner Mitbewohnerin, die leider in Shanghai geblieben ist, zum Abendessen in eins der besten Restaurants der Stadt ausgeführt, wo uns lokale Köstlichkeiten serviert wurden - sehr, sehr lecker.
Wenn man in Xi'an ist, darf man es natürlich nicht verpassen, die Tonarmee zu sehen. Nach einigem Verhandeln hatten wir sogar unseren persönlichen Reiseführer, der uns durch das Gelände des Museums führte. Es war schon sehr beeindruckend, so viele Soldaten zu sehen. Keiner glich dem anderen, die Gesichtszüge, Haare, Kleidung, alles war unterschieldich. Es gab nicht nur Soldaten aus Ton sondern, einige der Figuren waren aus Bronze, außerdem gibt es Tänzer, Akrobaten und ähnliches. Erst im Mai wurde mit weiteren Ausgrabungen begonnen, die wir leider nicht beobachteten konnten, da gerade Mittagspause war - und die geht in China über Stunden.
Der Höhepunkt der Reise war für mich jedoch der Ausflug zum Hua Shan, einem Berg mit äußerst steilen Hängen. Über steile, schmale Treppen erklommen wir einige der Gipfel und konnten trotz Anstrengungen - denn es ist hier nach wie vor ganz schön warm - einen herrlichen Ausblick genießen.

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